AssistMe kennenlernen: CPO und Scrum Master

Kathrin Ganser, Chief Product Officer
Jonathan Fraine, Scrum Master
01.07.21

Das AssistMe Team wächst stetig und arbeitet tagtäglich daran, digitale Lösungen für die Pflege nicht nur zu entwickeln, sondern auch in engem Austausch mit den Pflegekräften, also den Nutzerinnen und Nutzern, so zu optimieren, dass sie einen wahren Mehrwert bieten. Dafür unabdingbar: Unser Chief Product Officer und Scrum Master. Was machen die Kolleg:innen, woran arbeiten sie und was sind ihre Ziele? Kathrin Ganser, CPO und Jonathan Fraine, Scrum Master, im Interview.

Wer seid ihr?

Kathrin:

Mein Name ist Kathrin Ganser, und ich agiere bei AssistMe als CPO. Nach meinem Abschluss im Wirtschaftsingenieurwesen, habe ich mehrere Jahre in der Beratung gearbeitet. Ich wohne seit 4 Jahren in Berlin und liebe die Stadt.

Jonathan:

Mein Name ist Jonathan Fraine. Ich habe einen Doktortitel in Astrophysik von der University of Maryland. Nach meinem Abschluss habe ich für das Space Telescope Science Institute gearbeitet, um das Hubble-Weltraumteleskop zu kalibrieren und die Kalibrierungspipelines für das James Webb-Weltraumteleskop für den wissenschaftlichen Betrieb von Exoplaneten aufzubauen. Nachdem ich die Raumfahrtindustrie 2018 verlassen habe, arbeitete ich 2 Jahre lang als Berater für Datenwissenschaften und Dozent. Ich habe in Amerika, Chile, Libanon und (jetzt) Deutschland gelebt. Ich genieße es, neue Kulturen zu verstehen und neue Sprachen zu lernen; außerdem hoffe ich, dass ich meine Kinder in einer unterstützenden und positiven Umgebung aufziehen kann.

Woran arbeitet ihr zurzeit?

Kathrin:

Wie immer arbeiten wir gerade an sehr vielen Themen gleichzeitig. Generell gehört es zu meinen Hauptaufgaben die Sprints und Projekte auszuplanen. Wir möchten dem Team möglichst stabile Rahmenbedingungen schaffen und Ablenkungen oder Unsicherheit minimal halten.

Jonathan:

Ich bin der Scrum Master für AssistMe, was bedeutet, dass ich das Team dabei unterstütze, seine Ziele zu erreichen: Ich beaufsichtige, leite und helfe bei verschiedenen Projekten. Darüber hinaus entwickle und pflege ich unser Cloud-Design, den Data-Science-Betrieb und die Planung und das experimentelle Design des Physiklabors. Derzeit rüste ich unsere Cloud-Infrastruktur auf, um unseren ersten "produktionsnahen" Sensorversuchsbetrieb vorzubereiten. Außerdem koordiniere ich die Planung des Testlabor-Urinierungssimulators ("Prüfstand") mit unseren Design- und Betriebsteams in Pune, Indien. Zudem analysiere ich die Daten, die vom Testlabor zum Cloud-System gelangen.

Was sind für Euch die größten Herausforderungen in der Umsetzung?

Kathrin:

Unser Team entwickelt ein IOT-basiertes Assistenzsystem für Pflegeheime. Basierend auf unterschiedlichen Sensordaten wollen wir Pflegekräfte über die Pflegebedürfnisse der Bewohner informieren. Eine große Herausforderung bei diesem Projekt ist es, alle Komponenten der IOT Infrastruktur qualitativ hochwertig und in einem zeitlich angemessenen Rahmen zu entwickeln.

Jonathan:

Wie in einem Start-up zu erwarten ist, arbeiten wir daran, ein großes Ziel zu erreichen, mit so wenigen Leuten wie nötig und in so kurzer Zeit wie nötig. Infolgedessen haben viele von uns facettenreiche Stellenbeschreibungen. Dies hat spezifische Talente und Hintergrundwissen zum Vorschein gebracht, die unerwartet waren, besonders von den Teammitgliedern selbst. Außerdem war es für jedes Mitglied eine großartige Gelegenheit, sich in einer neuen Rolle auszuprobieren. Die größte Herausforderung besteht darin, unsere Ziele mit den zur Verfügung stehenden Arbeitskräften zu erreichen; und die Organisation von Zeit sowohl für die Erreichung der Ziele als auch für spontane Trainings kann einschüchternd sein.

Was genau macht Euch an Eurer Arbeit glücklich?

Kathrin:

Unser Team arbeitet gemeinsam an einem Ziel, welches einen großen Einfluss auf das soziale Zusammenleben mit älteren Menschen haben wird. Wir können hier eine langfristige Verbesserung erwirken, die Pflegekräfte und Bewohner entlastet.

Jonathan:

Meine größte Freude, zur Arbeit zu gehen, ist die Interaktion mit dem Team. So zuckersüß das auch klingen mag, ich mag die Menschen, mit denen ich zusammenarbeite; ich genieße unsere Meetings, die Entwicklung von Designs mit ihnen, die Entwicklung von Code mit ihnen und das Lernen voneinander. Ich bin oft beeindruckt von der Kreativität und der Inspiration der einzelnen Personen, die die endgültigen Entwürfe erstellen, besonders wenn das Ergebnis weit über das Lebenslaufprofil der einzelnen Teammitglieder hinausgeht; wir scheinen voneinander zu lernen und durch die Zusammenarbeit größere Lösungen zu finden. Ich glaube, diese Positivität kommt daher, dass wir wissen, dass unsere Arbeit authentisch zu einer verbesserten Lebensqualität für die älteren Bewohner und das Pflegeheimpersonal beitragen soll, was uns dazu inspiriert, kreativ und gründlich zu sein.

Sind die Themen Sozialität, Gesundheit und Technik auch privat relevant für Euch?

Kathrin:

Die Pandemie hat uns gezeigt, wo unser System deutliche Schwächen aufweist. Da der Anteil der älteren Bevölkerung in den nächsten Jahren stark ansteigen wird, müssen wir es schaffen, diesen Personen ein würdevolles Altern mithilfe von innovativen Technologien zu ermöglichen.

Jonathan:

Gesundheit und Technologie sind in der Gesellschaft immer miteinander verwoben. Von dem Tag an, an dem meine Kinder geboren wurden, habe ich nach allem und jedem gegoogelt, um sicherzugehen, dass sie gesund sind. Ich kaufte neue Geräte zur Überwachung von Temperatur und Herzschlag; erwog den Kauf eines Ultraschallgeräts für das Smartphone. Unsere Welt wird sich immer mehr der Möglichkeit bewusst, dass Technologie das Leben verbessern kann. Bei unserer Arbeit bei AssistMe konzentrieren wir uns auf die Altenpflege, weil diese Bevölkerungsgruppe am wenigsten von der Technologie betroffen ist und am meisten von unseren gezielten Lösungen profitieren könnte. Gleichzeitig erkennt unser Team, dass die Technologie, die wir heute entwickeln, unseren Großeltern, Eltern und uns selbst in Zukunft Würde bringen könnte.

Kathrin Ganser, Chief Product Officer
Jonathan Fraine, Scrum Master