AssistMe kennenlernen: Design und Innovation

Victoria Biglands, Senior Product Designer;
Diego Carucci, Chief Innovation Manager;
Merle Rautenberg, Junior Product Designer
03.06.21

Das AssistMe Team wächst stetig und arbeitet tagtäglich daran, digitale Lösungen für die Pflege nicht nur zu entwickeln, sondern auch in engem Austausch mit den Pflegekräften, also den Nutzerinnen und Nutzern, so zu optimieren, dass sie einen wahren Mehrwert bieten. Dafür unabdingbar: Unser Team für Design und Innovation. Was machen die Kolleg:innen, woran arbeiten sie und was sind ihre Ziele? Victoria Biglands, Senior Product Designer, Diego Carucci, Chief Innovation Manager und Merle Rautenberg, Junior Product Designer, im Interview.

Wer seid Ihr?

Vicki: Ich bin eine Produktdesignerin aus Toronto, Kanada, mit einem Hintergrund in Industriedesign und digitalen Dienstleistungen. Bei AssistMe helfe ich, sowohl digitale als auch physische Lösungen zu entwerfen und zu entwickeln, um das Leben von Menschen zu verbessern, die in Altenpflegeheimen leben und arbeiten. Ich bin daran interessiert, komplexe Probleme und Systeme zu verstehen und Wege zu finden, diese in sinnvolle Erfahrungen für unsere Nutzer zu überführen.

Diego: Ich bin ein transdisziplinärer Designer mit mehr als 8 Jahren Erfahrung in verschiedenen Bereichen wie Beratung, Werbeagenturen, Animationsstudios und AssistMe als mein erstes Startup. Ich bin immer auf der Suche nach den aktuellen Entwicklungen neuer Technologien wie KI, AR & VR und wie diese unsere Wahrnehmung des Gesundheitswesens verändern werden.

Merle: Ich bin seit Dezember 2020 bei AssistMe als Designerin dabei. Ich komme aus dem Bereich Kommunikationsdesign und interessiere mich für den sozialen Aspekt von Design, sowie auch inklusives Design. Meine Aufgaben reichen von der Weiterentwicklung unserer Produkte, bis hin zu Social Media Kampagnen und der Corporate Identity von AssistMe.

Woran arbeitet Ihr zurzeit?

Vicki: Als Senior Product Designerin arbeite ich zusammen mit unserem Team an der Entwicklung von Tools und Services für Pflegepersonal und Managementteams. Mein Fokus liegt im Moment auf der Optimierung unserer Produktangebote und der Ausarbeitung des gesamten Services, um sicherzustellen, dass jede Phase reibungslos abläuft und aus allen Stakeholder-Perspektiven gründlich durchdacht ist. Wir testen kontinuierlich mit unseren Nutzern, also tue ich das auch und sammle Feedback für zukünftige Designs.  

Diego: Als Innovationsmanager bin ich verantwortlich für unser geistiges Eigentum, die zukünftige Roadmap, die Entwicklung von Patenten mit meinem Team und auch den Aufbau von Beziehungen zu Partnern, die AssistMe's zukünftige Roadmap weiter verbessern können.

Merle: Meine Hauptaufgabe besteht momentan darin, für ein einheitliches Corporate Design zu sorgen. Wir gewinnen immer mehr Partnerfirmen dazu die unsere Arbeit unterstützen möchten und ich sorge dafür, dass unsere Produkte eine Linie verfolgen. Wir starten außerdem bald mit einem neuen Feature unserer Produktreihe, bei der ich gestalterisch mitwirken darf und darauf bin ich schon sehr gespannt!

Was sind für Euch die größten Herausforderungen in der Umsetzung?

Vicki: Natürlich gab es im letzten Jahr aufgrund von Corona viele Verzögerungen in der Entwicklung für alle Unternehmen. Die Gesundheitsbranche war mit am stärksten betroffen und das bedeutete, dass der Zugang zu unseren Anwendern und Stakeholdern extrem eingeschränkt war. Ich würde definitiv sagen, dass das unsere größte Herausforderung war. Das Gesundheitspersonal hat während dieser Pandemie zusätzliche harte Arbeit geleistet. Mit der Arbeit, die wir bei AssistMe leisten, werden wir ihr Leben ein wenig leichter machen.

Diego: Das Gesundheitswesen und insbesondere Pflegeheime stehen heute durch die Pandemie weltweit im Rampenlicht. Dabei wurden viele Lücken und Herausforderungen aufgedeckt, die durch gut gestaltete digitale Erlebnisse gelöst werden können. Wir beobachten ein großes Interesse von Regierungen und Technologieunternehmen, in die Pflege älterer Menschen zu investieren und diese zu modernisieren. Die Implementierung im Gesundheitswesen nimmt mehr Zeit in Anspruch, denn wir haben es mit komplexen Daten zu tun, und bei allem, was wir mit diesen Daten tun, ist es wichtig, eine kleine Fehlerspanne zu haben.

Merle: Die größte Herausforderung ist zurzeit schnell umdenken zu können. Wir bekommen viele tolle Möglichkeiten für Weiterentwicklung und es entstehen neue Richtungen, in die wir gehen können. Besonders als Start-up ist es wichtig, flexibel auf äußere Umstände reagieren zu können. Daher ist es wichtig, im ständigen Austausch mit Kolleg:innen zu sein um auf dem Stand der Dinge zu bleiben, aber auch um Frust zu vermeiden.

Was genau macht Euch an Eurer Arbeit glücklich?

Vicki: Ich denke, dass es in der Pflegebranche eine Menge Möglichkeiten für Innovationen gibt, und ich freue mich sehr darauf, Teil dieser Entwicklung zu sein. Ich freue mich, einen Einfluss auf das Leben der Bewohner:innen und des Pflegepersonals zu haben und dabei zu helfen, eine Zukunft in der Pflege aufzubauen, die kontinuierlich mit den Bedürfnissen der Generationen im Alter wächst.

Diego: Pflegekräften und Menschen zu helfen, die sich nicht selbst versorgen können, auch wenn es nur eine Kleinigkeit ist, gibt mir die Motivation, jeden Tag weiterzumachen.

Merle: Es ist super faszinierend, was mit digitalen Lösungen heutzutage möglich ist und gleichzeitig erschreckend, in welchen Bereichen sie fast noch gar nicht verwendet werden. Daher ist es eine tolle Erfahrung, bei der Digitalisierung von Pflegeheimen Schritt für Schritt dabei sein zu können und auch zu sehen, was in Zukunft noch alles möglich ist! Besonders freue ich mich, wenn unsere Produkte dann endlich in den Pflegeheimen eingesetzt werden können und man sehen kann , wie sie die Arbeit erleichtern.

Sind die Themen Sozialität, Gesundheit und Technik auch privat relevant für Euch?

Vicki: Ja, natürlich, es ist fast unmöglich, das zu vermeiden! Die Technologie schreitet so schnell voran und es entstehen dadurch so viele Möglichkeiten. Es ist super cool, in einer schnelllebigen Tech-Stadt wie Berlin zu leben. Man sieht so viele Startups und junge Pioniere, die zusammenarbeiten, um Probleme zu lösen und Herausforderungen jeden Tag anzugehen.

Diego:  Technologie ist bereits vollkommen in unser Leben eingetaucht. Sie ermöglicht uns ein größeres Abbild unserer Gesundheit zu bekommen und dadurch könnten wir sogar verhindern, krank zu werden. Natürlich ist es dabei wichtig, dass wir sie richtig nutzen und mit der alleinigen Absicht, Gutes zu tun.

Merle: Ja klar, natürlich. Als junger Mensch in der Designbranche, aber auch im Alltag kommt man an Technik nicht vorbei. Gerade während Corona haben wir alle gemerkt, wie hilfreich sie sein kann, gerade auch in Bezug auf menschliches Miteinander. Im sozialen Bereich sind beispielsweise Handys nicht mehr wegzudenken, denken wir nur mal an Social Media. Dennoch würde ich mir im Bereich Gesundheit noch viel mehr digitale Produkte wünschen. Wo bleibt zum Beispiel die digitale Krankenakte? Die Kommunikation zwischen Gesundheitsversorgern darf auch gerne besser werden.

Was sind Eure Ziele in den kommenden drei Monaten?

Vicki: Wir bereiten uns momentan auf eine weitere große Testrunde unserer Produkte vor. Ich freue mich auf die Ergebnisse und darauf, die Erkenntnisse für die Optimierung unseres aktuellen Systems nutzen zu können. Der nächste Schritt ist zukünftige Funktionen in unserer Roadmap zu entwickeln.

Diego: Die Arbeit an unserer zukünftigen Roadmap, das Ausloten neuer Möglichkeiten mit anderen Unternehmen, das kontinuierliche Lernen von Pflegekräften und dem Management von Pflegeheimen - das ist eine nie endende Aufgabe.

Merle: Wie schon oben erwähnt, verändern sich meine Aufgabenbereiche schnell. Was auf jeden Fall ansteht ist meine Weiterbildung im Bereich Animation, damit wir in Zukunft auch dieses Medium stärker für uns nutzen können. Dann wird es auch einige Änderungen für internes Design geben, da verrate ich aber lieber noch nicht so viel.

Victoria Biglands, Senior Product Designer;
Diego Carucci, Chief Innovation Manager;
Merle Rautenberg, Junior Product Designer